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Alexander-Technik

bei chronischen oder akuten Schmerzzuständen

Wenn Sie körperlich einseitig belastende Tätigkeiten ausführen, dann leiden Sie vielleicht unter Entzündungen und Degenerationen am Bewegungsapparat und unter ständigen Schmerzen oder immer wiederkehrenden Schmerzattacken. Durch dauerhafte und meist unbewusste Überbelastung haben Sie häufig Kopf- oder Rückenschmerzen. Ihre Arbeitsbedingungen lassen sich meist nicht ändern.

Der menschliche Körper ist extrem belastbar und anpassungsfähig. Meist dauert es Jahre, oft sogar Jahrzehnte, bis der Körper „meckert“ und Symptome zeigt. Deshalb ist es notwendig neben der Schmerzbehandlung und sportlichem Ausgleich auch direkt Ihren gewohnten Umgang mit Ihrem Alltag zu analysieren und zu entlasten. Die Alexander-Technik ersetzt keinen Arztbesuch. Klären Sie mit einem Arzt Ihres Vertrauens die Ursache für Ihre Schmerzen ab.

Was Sie selbst ändern können ist Ihr persönlicher Umgang mit Ihrer Lebenssituation. Lernen Sie, Ihre körperliche Belastung und Ihren eingesetzten, gewohnten Kraftaufwand zu senken. Lernen Sie, Ihre alltäglichen Verrichtungen bewusst mit einem Minimum an Spannung zu erledigen.

Sie können durch die Alexander-Technik selbständig etwas für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden tun – jeden Tag und in jeder Situation.
Dauerhaft!

zur Stressbewältigung und Stressvermeidung

Stress ist subjektive Wahrnehmung. Stress wird definiert als ein Ungleichgewicht zwischen Anforderung und verfügbaren Mitteln, um die Anforderungen zu bewältigen. Die meisten Menschen gehen auf die Anforderungen des heutigen (Arbeits-)Lebens ein, indem sie mit ihren ganz persönlichen „Mitteln“ (Kompetenzen, Belastbarkeit, Redegewandtheit, Teamfähigkeit) unzufrieden sind und versuchen, diese ständig zu verbessern – um dann immer noch an den eigenen Fähigkeiten zu zweifeln. Ein Kreislauf, der immer schneller und immer enger wird ! Wer kennt dies nicht ?

Die beste Stressbewältigung ist die Stressvermeidung. Erkennen Sie Ihre ganz persönlichen Stressauslöser rechtzeitig und vor allem bevor die Stresssymptome sich in Ihrem Körper auswirken. Fallen Sie nicht auf die vertrauten Reize herein. Reagieren Sie neu und anders.

Sie erlernen durch die Alexander-Technik eine bewusste Entschleunigung Ihres Alltags, ein schnelleres Erkennen von Ihren ganz persönlichen stressauslösenden Situationen und einen schnelleren und bewussten Stressabbau nach belastenden Situationen.

Sie lernen, sich selbst als aktiv handelnd und gestaltend zu erleben. Es bestimmen nicht die anderen, sondern Sie selbst sind "Herr in Ihrem Haus" - dies senkt Ihr Stresserleben erheblich. Die Alexander-Technik hilft hier den eigenen Selbstwert (wieder) zu erkennen. Sie erleben Ihre alltäglichen Situationen differenzierter und nicht mehr ausweglos.

Die Verbesserung der Selbststeuerung durch die Alexander-Technik wurde nachgewiesen durch eine Diplomarbeit von Inga Bronowski, Universität Koblenz-Landau, Campus Landau Fachbereich Psychologie, 2010.
Zur Diplomarbeit von Inga Bronowski
Zur Zusammenfassung der Diplomarbeit von Inga Bronowski

Als Burnout-Syndrom bezeichnet man die völlige seelische und körperliche Erschöpfung mit Symptomen wie Resignation, Verzweiflung, Apathie, depressive Verstimmungen, Zynismus, psychosomatische Beschwerden und Gleichgültigkeit. 

Zum Burnout-Syndrom kommt es, wenn die eigene innere Motivation und die äußeren Arbeitsbedingungen nicht zusammenpassen. Häufig findet man Burn-out bei Menschen, die sehr hohe Ideale haben und in ihrer Arbeitswelt auf Bedingungen treffen, die sie immer wieder scheitern lassen. Dieses Syndrom tritt häufig bei Menschen in helfenden Berufen, bei Lehrern, Müttern auf. Meist sind Menschen betroffen, die einen hohen Idealismus, starkes Engagement und ein starkes Bedürfnis nach Perfektion in ihrem Beruf einbringen. Es sind auch Menschen, die nach Anerkennung durch ihre Leistung streben. Gehören Sie dazu ?

Sie können durch die Alexander-Technik lernen, Ihre Ansprüche an sich selbst zu erkennen, wie Sie mit Ihren eigenen Ansprüchen und deren Umsetzung im täglichen Leben umgehen, eine Beobachtung und Beachtung der alternativen Möglichkeiten. Über differenzierte Handlungsalternativen finden Sie einen guten Mittelweg, der es Ihnen erlaubt, Ihrer Arbeit lange, gesund, mit Freude und auch mit hohen Ansprüchen nachzugehen. Sie können lernen, gelassen Ihren Fehlern und Schwächen zu begegnen und auch das eine oder andere Mal hinter Ihren Möglichkeiten zurückzubleiben – und sich trotzdem dabei gut zu fühlen.

Gelassenheit durch die Alexander-Technik zu erlernen ist bei beginnendem Burnout oft noch möglich. Ärztliche Beratung ist sinnvoll. Liegen die oben genannten Sypmtome ausgeprägt vor ist der Besuch beim Arzt notwendig. In schweren Fällen muss über eine stationäre Behandlung nachgedacht werden. 

Die Alexander-Technik kann hier (neben anderen Behandlungsformen unterstützend) für eine dauerhafte Veränderung erlernt werden.

Die Verbesserung der Selbststeuerung durch die Alexander-Technik wurde nachgewiesen durch eine Diplomarbeit von Inga Bronowski, Universität Koblenz-Landau, Campus Landau Fachbereich Psychologie, 2010.
Zur Diplomarbeit von Inga Bronowski
Zur Zusammenfassung der Diplomarbeit von Inga Bronowski

am Computer

Computer-Tätigkeit ist das beste Beispiel für einseitige, belastende und meist auch monotone Arbeit. Monoton und belastend vor allem deshalb, weil die Aufmerksamkeit so von Monitor und Tastatur gefangen ist, dass keine Aufmerksamkeit für die eigenen Bedürfnisse und die eigene Haltung übrig ist. Dies sind die besten Voraussetzung im Laufe der Zeit mehr und mehr zusammenzusinken, den Hals zu überstrecken und die Schultern hochzuziehen. Wie ist es gerade jetzt im Moment während Sie diesen Text lesen ?

Sie arbeiten wie viele heutzutage am Computer. Vielleicht in Teilzeit – und während Ihrer Abwesenheit nutzt jemand Ihren Platz, der viel größer oder viel kleiner ist als Sie. Für keinen passt dieser Arbeitsplatz wirklich gut und diese Arbeitsplätze können nicht wirklich individuell angepasst werden. Oder Ihr Computer steht so, dass Sie nicht bequem frontal davor sitzen können, sondern sich irgendwie über Eck und schräg „rummogeln“ müssen – vielleicht noch mit der Kante eines Unterschranks gegen den Oberschenkel gedrückt. Manchmal ist es auch nötig, dass zwischen Ihnen und der Tastatur noch Akten oder ein anderes Schriftstück für die Bearbeitung liegt. Es ist nicht schwer festzustellen, dass solche Bedingungen für Ihren Rücken, für Ihre Haltung nicht gut sind.

Natürlich ist der erste Schritt, den Arbeitsplatz so optimal und ergonomisch wie möglich für Sie einzurichten. Der zweite Schritt ist, im Idealfall an Ihrem Arbeitsplatz Ihren Umgang mit den äußeren Arbeitsbedingungen/Einrichtung des Arbeitsplatzes zu analysieren und zu optimieren. Dabei geht es um eine aufgerichtete, entspannte Haltung und die Entlastung der Schultern und des Rückens.

Der konkrete Bezug zu Ihrem Arbeitsplatz erleichtert es Ihnen, Ideen der Entspannung und des Loslassens wirklich umzusetzen. Sie haben den Aha-Effekt und damit die Chance zur Veränderung während Ihrer Arbeit.

für LehrerInnen

Die Herausforderungen für die Lehrer an unseren Schulen sind erheblich. Der Schulalltag bringt langes Stehen, sprechen, die Drehbewegung zwischen Tafel und Schüler und und und mit sich. Die Rahmenbedingungen durch Politik, Gesellschaft, Eltern und Schüler und der Umgang zwischen Lehrer und Schülern macht diesen Beruf nicht einfach. Die meisten Lehrer können nicht bis zur regulären Altersgrenze arbeiten und scheiden früher aus dem Berufsleben aus.

Hier hilft Ihnen die Alexander-Technik bei den körperlichen Belastungen. Dynamisches Stehen im Gleichgewicht senkt die Belastung auf Ihrer Wirbelsäule. Lernen Sie Ihre Hals- Schulter-Partie zu entspannen und Sie werden weniger Probleme beim Sprechen haben. Entspannung im Brust-Bauch-Raum lässt den Atem fließen und unterstützt Ihre Stimme.

Je geringer Ihre körperliche Spannung ist, um so klarer und eindeutiger können Sie auch Ihren Schülern gegenübertreten. Dies erleichtert den Umgang miteinander, Sie sind weniger belastet und Sie wirken überzeugender. Üblich ist leider meist das Gegenteil: Viele Lehrer folgen der falschen Idee. Sie strengen sich an, weil sie sich davon einen größeren Erfolg versprechen (z.B. durch extra lautes Sprechen, durch eine hohe Körperspannung – die meist den Verdacht der Unsicherheit entstehen lässt ...).

Es stimmt nicht, dass viel auch viel hilft. Vielmehr gilt: „Weniger ist mehr!“

Lesen Sie auch die Abschnitte "Stressbewältigung und Stressvermeidung" und "Burnout- Syndrom" auf dieser Seite.

für MusiklehrerInnen

Der leichteren Lesbarkeit wegen habe ich hier nur die männliche Schreibweise verwendet. Selbstverständlich sind Musiklehrerinnen gleichermaßen angesprochen.

Das Bewusstsein für die besonderen Belastungen, denen Musiker ausgesetzt sind, nimmt rasch zu. Mittlerweile geht man in der Musikmedizin davon aus, dass der erste Musiklehrer was Haltung am Instrument und Umgang mit dem Instrument eine ganz entscheidende Rolle spielt. Daher ist es wünschenswert, dass jeder Musiklehrer ein Verständnis für den physiologischen Umgang mit seinem Instrument erlernt und vermitteln kann. Die eigene Erfahrung mit der Alexander-Technik direkt am Instrument hilft Verspannungen und Haltungsfehler bei Schülern schnell zu erkennen und Alternativen zu entwickeln. Grundlage ist die Eigenwahrnehmung des Schülers zu fördern.

In der Zusammenarbeit mit mir erlernen Sie ein Handwerkszeug für Ihren Unterricht, das sofort anwendbar ist. Was hierzu alles gehört, lesen Sie unter "Für Musiker".

für MusikerInnen

Der leichteren Lesbarkeit wegen habe ich hier nur die männliche Schreibweise verwendet. Selbstverständlich sind Musikerinnen gleichermaßen angesprochen.

Die Alexander-Technik gilt als Basistechnik für Musiker. Bewegungsabläufe am Instrument werden analysiert und verbessert, der Körper bleibt lange gesund und leistungsfähig. Wichtig ist auch, dass durch die leichteren Bewegungen der Klang, die musikalische Intensität und Ausdrucksfähigkeit verbessert wird. Für die Sängerinnen und Sänger geht es hier darum, Atmung und Stimmbildung so in Einklang zu bringen, dass mit geringstmöglicher Anstrengung ein Fließen der Töne entstehen kann. Die Stimmbänder können bei einer ausgewogenen Körperspannung gut schwingen und bleiben lange geschmeidig.

Lesen Sie weiter unter "Für Musiker"

bei Lampenfieber und Prüfungsangst

Haben Sie es auch schon erlebt, dass Sie im Gespräch mit Vorgesetzten, bei öffentlichen Auftritten und Vorträgen, Prüfungen usw. einen Black-out hatten? Entspannungs- und Atmentraining musste her. Wenn Sie damit wirklich Erfolg hatten, hatten Sie wirklich Glück. Häufiges Scheitern in solchen Situationen führt dazu, dass Menschen vermeiden, sich zu präsentieren und für sich einzutreten.

Ganz vermeiden lässt es sich nicht. Denken Sie daran, dass Sie im nächsten Mitarbeitergespräch vielleicht eine größere Gehaltserhöhung möchten als Ihr Chef Ihnen anbietet. Oder Sie haben als darstellender Künstler öffentliche Auftritte zu Ihrem Beruf gemacht. Ein häufiger Ausweg sind Medikamente, die auch vom Arzt als angemessen verordnet werden, und Alkohol.

Es entsteht ein sehr beklemmender Kreislauf, den Sie jederzeit durchbrechen können. Die Alexander-Technik hilft Ihnen hier zweifach:
Einerseits werden erlebte Situationen gemeinsam analysiert, verarbeitet und damit verbundene körperliche Stressreaktionen verändert (hier kann die Alexander-Technik auch begleitend zur Psychotherapie eingesetzt werden) und aus vergangenen Situationen werden die Informationen verwertet, die die Blockade verändern helfen.
Andererseits machen Sie neue Erfahrungen, die nach und nach mit weniger Angst verbunden sind. Sie fassen Zutrauen und bewältigen Schritt für Schritt die angstbesetzte Situation.

bei Hypermobilität

Als hypermobil oder hyperflexibel wird eine Person bezeichnet, bei welcher alle Gelenke oder auch nur einzelne Gelenke und Bänder über das alters- und geschlechtsbezogene durchschnittliche Maß hinaus bewegt werden können.

Menschen mit Hypermobilität ersetzen die Koordination durch Spannung; sie erleben ihren Zustand meist als instabil und können sich nicht vorstellen, mit einer geringeren Grundspannung ihren Alltag zu bewältigen. Die hohe Körperspannung verursacht eine Sekundärproblematik, die die Hypermobilität oft schwer erkennbar macht. Der stereotyp ausgesprochen Rat der meisten Mediziner, mehr Muskulatur aufzubauen, verschärft diese Sekundärproblematik erheblich.

Die Alexander-Technik hilft in verschiedener Weise: Zunächst lernen Sie, Vertrauen in die, wenn auch gering, vorhandene Stabilität wahrzunehmen. Nach und nach lernen Sie weiter, die hohe Grundspannung schrittweise abzubauen und im selben Zug mehr Vertrauen in die eigene Stabilität aufzubauen. Sie gewinnen eine bessere Koordination des Körpers (eine gefühlt bessere Verbindung der Körperteile) und eine bessere Koordination Ihrer Bewegungen. Ihre Überlastung und Ihre Schmerzen nehmen ab und Vertrauen in die eigenen Kräfte kehrt zurück. Schrittweise gewinnen Sie Lebensqualität zurück.

Lesen Sie weiter unter "Hypermobilität".